Dieser Tag begann mit einer furchtbaren Nacht: der Typ mit dem schottischen Akzent hat mir ja ueber diverse Probleme mit Einbrechern in kambodschanischen Gusethaeusern berichtet und ob er mich nun nur schocken wollte, oder das ernst meinte, es hat mich heute Nacht lange, lange wach gehalten...irgendwie haben wir nen marder oder was im Dach und so macht es dauernd Geraeusche. Ich hab mich nichtmal getraut den fan anzumachen, weil ich dann nicht mehr hoeren kann was draussen vor geht, das fuerht dazu, dass ich nicht schlafen konnte, weil es so heiss war und ausserdem hab ich mich nicht getraut das Licht auszumachen...also es war devinitif nicht lustig...
Irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen, denn die Tage sind ja schon mit viel Rumgerenne verbunden, da ich die nervigen Motos boykottiere und lieber zu Fuss gehe (das gilt nicht, wenn ICH sie zuerst anspreche, aber meistens heisst es: "Hellooo Moto?!")
Am Morgen nach dem Fruehstueck wollte ich dann zuerst ins Nationalmuseum und dann zum koenigspalast...als ich ans Museum kam war dort ein roter Teppich ausgerollt und ueberall standen Securityleute, waehrend Polizisten die Strassenverkaeufer von ihren Plaetzen vertrieben.
Ich hatte niemandem erzaehlt, dass ich heute zum Museum wollte, also schloss ich, dass nicht fuer mich dieser Aufwand betrieben wurde, obwohl ich scheibar die einzige normale Person dort war. Ein netter Polizist machte mich dann auf die Absperrung aufmerksam und fragte mich im slben Atemzug ob ich sine "Freundin" sein wolle...tja...d hab ich wohl einmal mehr aus Versehn ne Absperrung umgangen, zum Glueck standen da diesmla kein Panzer...ein TukTukdriver klaerte mich auf, dass das Museum bis um 1 geschlossen sei, da der laotische Koenig zu Besuch kaeme...daraufhin klaerte ich ihn auf, dass Laos keinen coolen Koenig hat, sondern nur nen doofen Praesidenten und er lachte.
Also plante ich kurzfristig um und beschloss zum Russenmarkt (mit einem unaussprechbaren Khmer-Namen) zu fahren und hinterher ins Genozidmuseum.
Ich nehm inzwischen keine TukTuks mehr, in Loas gabs sowas kaum, da gabs nur Motos und daher bin ich sehr daran gewoehnt ueberall hin mit dem moto zu fahren...als ich dann rittlings auf dem Ding sass, dachte ich mir, dass ein TukTuk unter Umstaenden die besser Idee gewesen waere! Der verkehr ist wirklich moerderisch...keiner schert sich um Ampeln, Mittelstreifen und andere hinderliche Verkehrsregeln, wie "rechts vor links" oder so...aber es war recht lustig. Der Russenmarlkt ist absolut touristisch...da viele bekannte Marken ihre Klamotten um Phnom Penh fertigen, landen unweigerlich einige davon dort und fuer ein paa Dollars kann man nach Herzenslust shoppen...aber ich bin ja kein Brandjunkee, ich hab zwei Tuniken erstanden, eine Fichermenshose, und eine Holzperlenkette...oh...und einige Sachen die man unter Umtaenden besser nicht in meinem Gepaeck findet...keine Sorgen...fuer Drogen ist ds glaube ich nicht der richtige POlatz...eher fuer gefakte CDs, Computerspiele, Filme und Computerprogramme...

Ich hab gut drei Stunden uaf dem Markt zugebracht, es macht einfach Spass und anstatt eine "Miss" ("TukTuk, Miss?"), bin ich hier eine "Lady" ("You buy scarf, Lady?") *lach*...hab dann bei einem kleinen Marktstand im Tourifreien teil des Marktes (wo sich Mopedersatzteile stapeln) zu Mittag gegessen...gebratene Nudeln mit Morning Glory...wie Schnupfnudeln...und kann mir jemand sagen, was Morning glory ist...es schmeckt irgendwie nicht wie Spinat...und dazu einnZuckerpalmsaft getrunken...ja genau...Zuckerpalme ist hier one of my favourites....es ist einfach nur...mmh...SUESS!!!
Man kann sie als Saft kaufen, was irgendwie nicht sooo toll ist, aber toll sind de Stuekce, die man kaut um den saft auszupressen und das Holz dann ausspuckt...nichts ist erfrischender...und ne bessere Diaet *lach*...denn man kaut ja...man denkt also man isst, ber in wirklichkeoit trinkt man ja nur den Saft...super fuer zwischendurch...

Danach bin ich zum Genozidmuesum gefahren. Und ich war absolut nicht vorbereitet auf die Bilder und Eindruecke dort.
Unter den roten Khmer (in den spaeten 70ern) wurden alle gebildetetn, religioesen, oder politisch anders ausgerichteten Mnschen verfolgt und smt Familie umgebracht...die brahcte sogar kleine Babys und Kinder um...alle...und das Museum spiegelt dese Schrecken allzu real wieder. Es ist ein altes Gefaengniss, das frueher mal eine Highschool war und es ist komisch, dieses typische Schulgebaeude von Stacheldaht umgeben zu sehn.

In den Zimmern stehen zum Teil einzelne Betten, zum Teil sind sie in noch kleinere Zellen unterteilt. Dann gibt es Raeume mit Fotos von fast allen Opfern. 14000 Menschn wurden drthin verschleppt...nur SIEBEN haben ueberlebt...7 von 14000....unfassbar...in einm anderen Raum sin die Schaedel der getoeteten aufgebart...einige extra mit erklaerungen wie "Mann, 20-40 jahre alt, Schusswunde an der rechten schaedelseite. Die Kugel durchdrang sein Hirn und tat auf der anderen Seite wieder aus" oder so...


Ausserdem gibt es die Geschichten von einigen wenigen Insassen von ihren angehoerigen erzehlt, auch die Geschichten der Waerter sind ausgestellt...und irgendwie ist es ekelhaft, wie sie vorgeben kene Schuld gehabt zu haben...da stehen Sachen wie: "ich toetet nur, wenn die hoeheren Aufsher dabei waren"...dieses Gefaegniss erinnert an ein Konzenttraitionslager, ehrlich...auch wenn es ein "kleineres" Ausmass hatte...die Opfer sahen genau so aus...
aber ich glaub nicht, dass ihr euch vorstellen koennt wie es da war...und ich habe grade nicht die tastatur um es naeher zu erlaeutern...auch die Fotos zeigen nicht alles...
es ist echt grausam...
und wie so oft, hiess es nach dem Film von vielen: "ich muss jetzt erstmal eine Rauchen..."...komische Reaktion auf Schrecken...naja...es ist schon dunkel...ich mach mich lieber mal auf...