Reise blog von Travellerspoint

Expeditionsfeeling

4-Tagestrek im Regenwald

rain -17 °C
View SEAsia 2007 auf Kirjava's Reise-Karte.

"In einem Monat um diese Zeit bin ich zuhause. Vll sogar in Iserlohn. Im Moment kreisen meine Gedanken viel um Zuhause...und um Aldi. Ich hab gestern naemlich getraeumt ich waere zuhause, ich wollte aufstehn und zu Aldi fhren um mir Toblerone und diese tollen Schokowaffelroellchen zu kaufen und DA musste ich feststellen, dass ich am Arsch der Welt bin, wo es grade nichtmla ekelhafte chinesische Schoikolade hat...Das war vielleicht deprimierend.
Das wird auf alle faelle meine erste handlung sein, wenn ich wiederkomme, zu Aldi fahren (Auto, oh jaa) und Schokolade kaufen. GANZ VIEL Schokolade!!!
Aber sonst gehts mir gut. In Banlung lief ich gestern auf dem markt drei Franzosen in die Arme und fragte sie, weil sie nett aussahen, auf gut Glueck, ob sie morgen trekken ghen wollten...Prompt sagten sie "ja". Rein zufaellig hatten sie am Morgen einen 4-Tages-Trek gebucht und so sitzte ich nun im Urwald auf meinem 60l-Rucksack und halte meine Zange griffbereit um mich der Blutegel zu erwehren.
Die Franzosen waren uebrigens Medizinstudenten, die einen Monat in Kratie im Karnkenhaus volunteert hatten...ds is schon cool..

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Gestern sind wir von Banlung nach taveng gefahren. Mit dem Moto, ohne Helm...dafuer mit Provienat fuer vier Tage plus Wasser. Diese Strasse, 'tschuldigung, das Flussbett war der Hammer...wenn wir sie wieder zurueckfahren mach ich euch n Video, aber es regnet ununterbrochen, davon wird sie garantiert nicht besser.
Nachdem wir dann heil angekommen waren (was man von den geshcunden Motos nicht so richtig behaupten kann) wechselten wir aufs wasser und fuhren mehrere Stunden Flussaufwaerts an den Rand von Kambodschas groesstem Nationalpark. Dort wurden wir alles andere als herzlich empfangen. In laos hatte man n Glas Wasser in der hand und nen Sessel unterm Hinter bvor man ueberhaupt angefangen hatte hallo zu sagen. Hier wurde uns erklaert wir seien uneruenscht und wir wurden in ein "Guesthouse"50 Meter weiter den Fluss runter einquartiert, ohne Landverbindung zum Dorf. Nicht wirklich freundlich, irgendwie!
Aber der Guide ist ok, etwas arrogant vll, weil er mal n ranger war, aber sonst gut ausgebildet und alles und ausser dass sie vll drei Worte Englisch sprechen und der Guide ihren Akkzent nicht versteht sind die Franzosen auch echt nett.
Der Guide Phon entfchte ein Feuer und bereitete mit REICHLICH Glutamat (wovon mir glatt die Haare locker wurden, nach vier tagen) ein Essen zu. Rindfleisch mit Zwiebeln und Reis...ohne Glutamat waere es besser gewesen. Als Nachtiosch gbs einen Apfel und es ist toll mal wieder sowas simples, vrtrautes zu essen. Zurueck in Banlung werd ich mich erstmal mit aepfeln und Moehren eindecken und mich dann drei Tage von nichts anderem ernaehren. =)

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Nach dem Essen wuschen wir uns im Fluss, haengten unsere Haengematten auf und waren puenktlich um sieben im Bett. Es ist schon komisch in der haengematte zu schlafen, so richtig mit Decke und moskitonetz. Die Haengematten sind echt cool. So armydinger mit angenaehtem Netz...
Am naechsten Morgen gab es Instantnudeln mit Rindfleischgeschmack und dann wurde es ernst. Diesmal ging es durch richtigen Dschungel. Wie der Dschungel im Tropenhaus im Koelner Zoo, noch dichter und weniger warm =). In fact friertman sich hier den A*** ab, man muss sich richtig in seine Decke rollen und in seinen Klamotten schlafen...
An diseme Tag war es noch kein Problem mit dem grossen Rucksacvk (geschaetzte 8kg) zu laufen. Ich hab keine Ahnung warum der so schwer war, ich hatte gar nicht so viel Kram dabei, dafuer 4 L Wasser und allerlei Krimskrams. Aber das hat uns echt mehr als einmal den Arsch gerettet. Vorallem das Taschenmesser und Benis Seile, sowie die Paketschnuer haben uns beim befestigen der Mosquitonetzte und Haengematten gute Dienste geleistet. Einmal merh wurde ich fuer meine Ausruestung gelobt *lach* "je suis prêt" wuerd ich mal sagen

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Nach etwa zwei Stunden kamen wir n unser erstes Hinderniss: ein Dschungelfluss, durch die Regenfaelle starkl angeschwollen und entsprechend stark war die stroemung. Wir packten also unsere Rucksaecke in die Regenplne fuer unsere Haengematte und bauten so Minifloesse, die den Rucksack immerhin ueber Wasser hielt (auch wenn er trotzdem ganz schoen nass wurde). dann hiess es ausziehn und schwimmen. Ganz schoen abenteuerlich (und anstrengend)...dann mussten wir noch einige Stunden laufen (ich glaube drei aber es koennten auch vier gewesen sein..) kamen wir an unseren Lagerplatz: ein Haengemattengestaenge mitten im Dschungel an einem nderen diesml kristallklaren Fluss. Nachdem wir unser Lager aufgeschlagen hatten gingen wir ziemlich schnell ins Bett, denn wir wurden von den Blutegeln schon ganbz schoen geplagt. Blutegel sind wirklich ekelig un d ich halte den absolut unerstrebenswerten 1. Platz im wettbewerb "wer hat die meisten Blutegelmale". Ich habe 5 4 knapp ueberm Guertel und einen unter der Achsel, fragt mich nicht wie die da hoch gekommen sind... ds ist DISGUSTING!
Dfuer habe ich ohne Probleme 12 Stuunden gepennt und getraeumt ich wuerde mit Jule eiin Wettrennen um ein Eis machen, das uns die haessliche Frau vom Eisbaeren hinhaewlt...Gemein!
Heute war es dann ZIEMLICH anstrengend.
Alles war nass und es hat stundenklang geschuettet. mAlles ist nass, so nass, dass wir den letzten Fluss komplett bekleidet durchschwommen haben und hinterher nicht nasser waren als vorher, nur sauberer ;)
Ich war so muede, dass ich abgetrieben wurde und Phon mich wieder einfangen musste, mit Rucksack...das war was...
Ansonsten war dieser Tag genau wie der andere, nur lichtete sich nach vier Stunden der Dschungel und wir mussten und durch kopfhohen schilfwald kaempfen...wie im Film, ein einheimischer mit Machete vorneweg und wir mit unseren grossen Rucksaecken total nass und dreckig hinterher..."

An diesem Abend durften wir auf andauerndes Nerven hin doch im Dorf schlafen und bald war das Eis gebrochen, denn wir muessen ziemlich doof dabei ausgesehn haben die Huener und schweine von unseren nassen Klamotten abzuhalten...
bald kam ein mann, der uns um paracetamol bat (ich war ja ausgeruestet *lach*) und so gingen die Franzosen rueber in sein Haus um seine Tochter zu untersuchen. Allerdings gab s keine eindeutige Diagnose, da Phon sich weigerte uns einen malariaschnelltest benutzten zu lassen..naja...hoffentlich hilft das Paracetamol und das Elotrans gegen den SDurchfall...vll ist es ja auch bloss ein Wurm! Als Dank gab der mann und Tabak und wir versuchten ihn durch eine dieser winzigen Messingpfeifen zu rauch was irgendwie nicht so gut funktioniert hat..naja..
die Jungs wollten dann nochg was zu trinken und so haben wir fuer einen Diollar ein grosses Gefaess und 5 Liter Wass bekommen. Das Gefaess ist gefuellt mit gegorenem Ris und wenn man das wasser einfuellt und ziehen laesst bekommt man traditionellen Reiswein...echt lecker, muss man sgen...und cool zu trinken, aus langen Bambusrohren gleich aus dem Tongefaess...
Am naechsten Tg regnete es weiterhin ohne Unterlass...der Fluss war noch staerker angeschwollen und asich ging alles super...wir brauchten kaum den motor um ihn runter zu fahren, aber Phon ist nicht der beste Bootsmann, denn als wir an eine strelle mit rapids kamn veruchte er am Ufer anzulegen um uns und unsere Sachen auszuladen falls das kleine Boot kenter sollte...tjahaaa...aber die Stroemung war so stark, dass wir abgetrieben wurdn...was macht der Idiot...spriungt raus und versucht das boot allein an Land zu ziehn...das hat natuerlich nicht geklappt und so trieben wir Rueckwaerts, ohne Motor die Rapids runter...MAN hatte ich schiss...nicht um mich...eher um mein gepaeck..meine Gedabken waren in etwa"oh shit, du knnst dir nicht schon wider ne neue kamera kaufen"und "mama wird mich toeten..."...aber es ist ja gut gegangen.
Das letzte Abenteuer war dann die Fahrt zurueck...wieder mit dem Moto, wieder ohne Helm...aber die strecke war viel schlimmer als vorher...stellt euch eine mittelschwere Motorcrossstrecke vor...verlegt sie in den dschungel, so dass sie halb zugewachsen ist, jetzt setzt sie zu 2/3 unter Wasser und ihr koennt euch in etwa vorstellen wi die Strecke war...ich hab euch n Video gemacht..und Bilder...

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Doch das ganze war definitif ein Abenteuer und ich komme mir vor als waere ich auf ner Expedition gewesen. Und als ich wieder ins GH kam war klar was ich esse: Wiener Schnitzel mit Pommes und einen Crepe als Nachtisch. Das hatte ich verdient! jawoll!!!!

Eingestellt von Kirjava 05.08.2007 3:48 PM Archiviert in Kambodscha

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Kommentare

Hallo Phine,

das Dschungelabenteuer, Wahnsinn! Hut ab! Du erinnerst mich an den „Beach“ – Richard, der hatte auch Franzosen kennen gelernt, Francoise und Etienne, mit denen ging es dann durch dick und dünn, wie bei dir. Und du bist genauso cool. Die drei wickelten ihre Rucksäcke auch ein, aber in Plastik – Mülltüten und schwammen dann zur Insel (ein Trick vom A – Team). Ich finde, wir sollten dich umbenennen in Indiana Johns oder Tarzan oder einfach Bunny? Diese Äpfel und Mohren!
Bin schon sehr gespannt auf deine Videos und Fotos.

Take care!
Beni.

05.08.2007 von User B.

*lach*...danke...man kommt sich echt cool vor...wie waers mit tomb raider? :P
Leider waren die Franzosen nicht ganz so cool wie Etienne und Francoise...eher schuechtern...aber nett...aber diesen Beachtrip haetten die niemals gemacht!

Keine Sorge
Phine

06.08.2007 von Kirjava

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